Was ist ein Sample?

Ein Sample ist eine strategisch schlau gewählte Arbeitsprobe,

die den Casting Director einlädt, nicht nur bei der nächsten Besetzung an dich zu denken, sondern seine ganze Beziehung zu dir zu verändern.

Das Sample folgt den optischen Parametern des Selftapes und gehört in dein Portfolio.

Teaser aus einem Sample mit Marco Sykora.

Teaser aus einem Sample mit Nika Weckler.

Teaser aus einem Sample mit Sophie Boettcher.

Teaser aus einem Sample mit Isa Kaupp Rivadeneira.

Was sieht man beim Sample alles?

Deine Figur steht im absoluten Fokus. Um diese zu unterstützen, nutzen wir die klassische Bildsprache des Films.

Wo wird das Sample aufgenommen?

Im Studio. Mit Props und Kostüm.

Kein einziger Schnitt? Ehrlich?

Ehrlich. Du schaffst das.

Wie läuft so ein Dreh ganz praktisch ab?

Ich schicke dir ein paar Fragen zu, die du beantworten sollst. Derweil sichte ich dein Material. Sobald ich deine Antworten habe, habe ich genug Futter, um mich auf die Suche nach einer passenden Szene zu machen, die sowohl deiner künstlerischen Sehnsucht entspricht, als auch meiner Empfehlung für dich in der Branche. Ich stelle dir die Szene in einem Onlinemeeting vor und wenn sie dir gefällt, legen wir los.

Gern kannst du in dieser Phase auch deine Agentur mit ins Boot holen.

Wie legen wir denn los?

Bei Wild Sample liegt der ganze Fokus auf dem Charakter. Diesen kreieren wir in einer intensiven Probe. Hier klären wir auch dein Kostüm und nötige Props. Ich kann dir einen handverlesenen Anspielpartner empfehlen, du kannst aber natürlich auch selbst jemanden mit ins Spiel bringen. Die Anspieler, die ich dir vorschlage, nehmen eine Gebühr.

Dann wird gedreht. In einer intensiven Session von ca drei Stunden arbeiten wir so lange an der Figur, bis wir alle „Yeah Baby“ rufen, oder du erschöpft zusammenbrichst. Vorher gebe ich keine Ruhe. Verlass’ dich drauf.

Warum rätst du mir, meinen Anspielpartner zu bezahlen?

Damit dein Anspieler nicht kurzfristig doch den Synchronjob annehmen muß, wird er oder sie sich ggf. terminlich sperren lassen müssen. Vertrau’ mir – ich bin leidgeprüft.

Was, wenn meine Agentin sich etwas anderes vorstellt, als ich?

Sprich mit ihr oder ihm darüber! Ziel des Ganzen ist es, dich zu verkaufen. Unter Umständen hast du einen branchenfernen Blick auf dich selbst. Vielleicht mußt du aber auch deinem Agenten erst mal beweisen, daß Krankenschwester nicht alles ist, wofür man dich buchen kann.

Warum kann ich das nicht einfach alles alleine bei mir zu Hause machen?

Mach doch!

Kann man nicht einfach eine zweite Kamera aufstellen und meinen Spielpartner gleich mitdrehen? Wir teilen uns dann die Kosten für ein Sample!

Nee, das Paket bezieht sich immer nur auf eine Person.

Wenn dem Anspielenden die Szene so gut gefällt, daß sie/er sie auch drehen will, geht das?

Klar. Sprich mich an.

Reicht denn so ein Sample? Wollen Casting Director’s nicht doch eine richtige Szene mit allem Pipapo?

Ob in deiner Showreelszene nun eine Drohne fliegt, eine tolle Kameraeinstellung die nächste jagt, oder die Location der Knaller ist, ist für den Besetzungsalltag vollkommen egal. Es geht nur um eines: bringst du den Casting Director auf Ideen? (Aus diesem Grund werden Selftapes übrigens intern abgespeichert, damit dein Agent und der Caster für dich kämpfen können. Wie wäre es also, wenn du die beiden ab sofort nicht nur unter der Ladentheke, sondern ganz legal belieferst? Frag’ mal deine Agentin!)

Teaser aus einem Sample mit Pablo Leon Herrera.

Teaser aus einem Sample mit Magda Grauvogl.